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Bahnhof wird wieder zur Visitenkarte Hünfelds



Der behindertengerechte Zugang

Hünfeld. Viele Gäste loben die Sauberkeit und die gepflegten Anlagen in Hünfeld - nur der Bahnhof drohte zum Schandfleck zu werden. Jahrzehntelang hat ihn die Bahn immer mehr verludern lassen, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion Jürgen Bohl. Jetzt soll er wieder zur Visitenkarten der Stadt Hünfeld werden.
Nach langwierigen, intensiven Verhandlungen mit der Bahn ist es dem Bürgermeister gelungen, ein tragfähiges und vor allem finanzierungsfähiges Konzept für dieses mit über 10 Millionen Euro veranschlagte Großvorhaben zu finden. Er konnte sich dabei auf die feste Haltung der CDU-Fraktion verlassen, die ihre Unterstützung von klaren Vereinbarungen mit der Bahn, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und dem Land abhängig gemacht hatte. Positive Wirkungen
entfaltete hierbei der JVA-Vertrag, den Bürgermeister Dr. Fennel mit der hessischen Landesregierung ausgehandelt hatte. Das Land beteiligt sich nicht nur mit den üblichen 70, sondern mit 85 Prozent an der neuen Unterführung. Diese verstärkte Unterstützung seitens des Landes hatte der Bürgermeister schon damals in den Vertrag hinein verhandelt. Auch der Landkreis Fulda stützt das Vorhaben mit seinem Zuschuss von 600 000€. Trotz allem bleibt das Projekt ein großer Kraftakt für die Stadt Hünfeld, der allerdings zukunftsweisend ist.
Hünfeld wird ab 2013 mit dem Bahnhof für Gäste, Pendler und Reisende wieder eine attraktive Visitenkarte haben, und die wird keinen heruntergekommen Eindruck mehr machen, weil die Stadt auch für die Unterhaltung Verantwortung trägt.


Der behindertengerechte Zugang


Die neue Bahnhofsunterführung ist weitgehend fertiggestellt.


Die neue Unterführung


Die neue Unterführung


Erfolg für die Menschen: Nordumgehung Hünfeld fertig


Über die Fertigstellung der Nordumfahrung Hünfeld und damit die Entlastung der Kernstadt Hünfeld von Durchgangsverkehr freuen sich (von links) Bundestagsabgeordneter Michael Brand, Landrat Bernd Woide, Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel, CDU-Wahlkreisabgeordneter MdL Walter Arnold, Stadtverordnetenvorsteher Stefan Schwenk, der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Rippert sowie CDU-Fraktionsvorsitzender Berthold Quell.



Hünfeld. 20 Jahre musste Hünfeld nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze auf die Fertigstellung der Nordumgehung warten - nur 20 Jahre. Das Hessisches Landesamt für Stadt-und Verkehrswesen hatte von 20 Jahren realistisch mit 30 Jahren gerechnet. Wenn es schneller ging, dann war das vor allem dem Einsatz von Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel und der Unterstützung der CDU-Wahlkreisabgeordneten Winfrid Rippert und Dr. Walter Arnold geschuldet, betont CDU-Fraktionsvorsitzender Berthold Quell.
Nur zu schnell sei vergessen worden, wie die Planung unter der Verantwortung einer rot-grünen Regierung in Hessen in den 90er Jahren immer wieder verzögert wurde. Wer könne sich daran erinnern, dass dieses zur Entlastung der Menschen von Lärm und Abgasen so wichtige Projekte es quasi auf den letzten Drücker erst geschafft habe, in den vordringlichen Bedarf des Bundesfernstraßenbedarfsplans aufgenommen zu werden, weil da viele Jahre im rotgrünen Hessen nicht der notwendige Fortschritt erzielt werden konnte. Die CDU erinnere auch in Momenten des Erfolges an solche Widernisse, denn dem Bürger müsse schon klar sein, auf wen er sich einlasse. Die Nordumgehung habe nur gelingen können, weil ein Bürgermeister vor Ort mit allem Nachdruck und gegen viele Widerstände das Vorhaben vorangetrieben hat - und weil im entscheidenden Moment sowohl in Wiesbaden als auch in Berlin eine CDU-geführte Regierung in der Verantwortung stand.


CDU-Fraktion spricht sich für die Sanierung innerstädtischer Pflasterflächen aus



In der Stadtverordnetenversammlung erläuterte Stadtverordneter Franz-Josef Dietz (rechts) aus Hünfeld für die CDU-Fraktion eine Initiative seiner Fraktion zur Sanierung innerstädtischer Pflasterflächen. Vorgeschlagen wird danach ein Sanierungsprogramm, das behinderten- und seniorengerechtes Bauen berücksichtigt. Die entsprechenden Maßnahmen sollen stufenweise umgesetzt werden.




In seiner Begründung wies Franz-Josef Dietz darauf hin, dass das in der Innenstadt verlegte Natursteinpflaster an verschiedenen Stellen sanierungs-bedürftig ist. Nach und nach sollten alle schadhaften Pflasterflächen im Innenstadtbereich erneuert werden. Dietz verwies in der Stadtve-rordnetenversammlung auf seine Beobachtungenim Bereich des Gänseplatzes. Der dort verlegte Plattenbelag würde von älteren und gehbehinderten Bürgern mit Rollatoren gut angenommen. In seiner Stellungnahme begrüßte er auch die vorgesehene behindertengerechte Umgestaltung der Kastanienallee in Hünfeld, eine Maßnahme, die schon bald umgesetzt werden soll.


Rückblick




Resolution zur Rettung des Bundespolizeistandorts Hünfeld


Die CDU-Fraktion hat seinerzeit in der Stadtverordnetenversnmmlung eine Resolution zur Rettung des Bundespolizeistandorts Hünfeld eingebracht, die mit den Stimmen aller Fraktionen und Stadtverordneten verabschiedet wurde. Hier der Text der Resolution:


Resolution
der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hünfeld
zur Bundespolizeireform, Standort Hünfeld


Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hünfeld ist sehr besorgt wegen der aktuellen Entscheidung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Danach soll der Bundespolizei-Standort Hünfeld eine Einsatzhundertschaft verlieren. Darüber hinaus soll die für die Wirt-schaftlichkeit des Standortes so wichtige Bereichswerkstatt von Hünfeld nach Duderstadt ver-legt werden.

1. Die Stadtverordnetenversammlung missbilligt mit Nachdruck die gegen den ausgewiesenen Expertenrat und eindeutige fachliche Argumente getroffene Entscheidung und fordert die Bundesregierung auf, diese entsprechend der ursprünglichen, uneingeschränkten Bestands-zusage wieder zu korrigieren. Nach dem Ergebnis der Reformkommission konnte der Standort Hünfeld sogar auf eine zusätzliche, dritte Einsatzhundertschaft hoffen.

2. Die ebenfalls vorgesehene Verlagerung der Bereichswerkstatt von Hünfeld nach Duderstadt ist aus wirtschaftlichen, sozialen und polizeitaktischen Gründen nicht vertretbar und muss re-vidiert werden. Der überwiegende Teil der Technik, der durch die Werkstätten zu warten ist, ist in Hünfeld angesiedelt. Gegenwärtig sind Polizeikräfte aus Hünfeld sofort wieder einsatzfähig, wenn sie mit wartungs- oder reparaturbedürftigem Material von Einsätzen zurückkehren, weil die Technik vor Ort ist und sofort instand gesetzt werden kann. Sollte die Entscheidung umge-setzt werden, müssten Geräte und Fahrzeuge kostenträchtig und zeitaufwändig erst nach Du-derstadt gebracht, dort gewartet und dann wieder personalaufwändig abgeholt werden. Dies ist nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch polizeitaktisch nicht nachvollziehbar.

3. Die Stadtverordnetenversammlung fordert den Bundesinnenminister auf, seine Entscheidung, die er „ausschließlich nach fachlichen Gesichtspunkten“ getroffen haben will, öffentlich zu er-läutern. Dies ist dringend erforderlich, da die bekannt gewordenen fachlichen Gesichtspunkte eindeutig für den Standort Hünfeld sprechen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang die Nähe zum wichtigsten Einsatzgebiet Rhein/Main und dem Flughafen, die ausgewiesene Leis-tungsfähigkeit der Abteilung und der hervorragende bauliche Zustand der Liegenschaft und der Bereichswerkstatt nach den Millioneninvestitionen in den zurückliegenden Jahren. Eine Entscheidung, die fachlich nicht begründet wäre, würde bei den Mitarbeitern der Bundespoli-zei und den Hünfelder Bürgerinnen und Bürgern nur auf Unverständnis stoßen.

4. Die Stadtverordnetenversammlung fordert bittet den Präsidenten des Bundesrechnungshofs auf, die zum Standort Hünfeld getroffene Entscheidung vor einer Umsetzung zu überprüfen, da alle bekannt gewordenen Fakten dafür sprechen, dass bei der Umsetzung der Bundespoli-zeireform – Standort Hünfeld – massiv gegen die Forderung nach wirtschaftlichem Umgang mit Steuermitteln verstoßen werden wird. Anderenfalls droht die Gefahr, dass eine entspre-chende Prüfung des Hessischen Rechnungshofes Bundesrechnungshofs nach einer Umset-zung des Teilabbaus des Standortes Hünfeld aufgrund einer hierdurch verursachten Unwirt-schaftlichkeit zu dessen Gefährdung führt.

5. Die Stadtverordnetenversammlung bittet alle politischen Verantwortungsträger in der Region und darüber hinaus, insbesondere die Landesregierung, um Unterstützung, damit der Bun-despolizeistandort Hünfeld und damit zugleich die einzige Bundespolizeiabteilung in Hessen in seiner vorhandenen Struktur dauerhaft gesichert werden kann. "Wer seinem Land hilft, dem hilft auch das Land", dieses Versprechen der Hessischen Landesregierung bei der Erreichung der Justizvollzugsanstalt in Hünfeld stellt auch insofern eine besondere Verpflichtung für den Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch dar.

6. Die Stadtverordnetenversammlung bringt abschließend ihren festen Willen zum Ausdruck, alle sich bietenden Chancen und Wege zu nutzen, um diese unverständliche Entscheidung noch zu verhindern bzw. zu revidieren.